Sicherlich kennst Du den Impfvorgang von Dir selbst. Ein Arztbesuch, ein kleiner Piks, ein großes Pflaster und zum Schluss ein Stempel als Nachweis in Deinem Impfbuch. Geht fix, ist Normalität und soll Dich vor schwerwiegenden Krankheitserregern wie beispielsweise Masern/Mumps schützen. Beim Pferd impfen eigentlich gleiches Spiel. Durch die Impfung sollen je nach Impfstoff Antikörper, Abwehrzellen oder Gedächtniszellen gebildet werden, die seinen Organismus vor schlimmen Erkrankungen bewahren können. Kurzum, das Immunsystem vom Pferd weiß quasi nach der Impfung über den bestimmten Erreger Bescheid und gibt ihm wie ein Security-Mitarbeiter die Antwort: "Du kommst hier nicht rein!". Spaß beiseite, es ist schon eine beachtliche medizinische Strategie, die gerade in der heutigen Zeit immer mehr zum Thema wird.

Fakt ist, dass aufgrund der Impfungen im Human- wie auch im tierischen Bereich viele schlimme Krankheiten ausgerottet werden konnten. Unsere Equiden haben heute schließlich viel Kontakt zu Artgenossen über den weit verbreitet, sehr beliebten Reitsport. Als Turnierpferd => Inland, Ausland, bei Wanderritten, durch Teilnahme an Seminaren oder Reit-Trainings und durch eine wechselnde Stallgemeinschaft. Und doch bleiben unsere geimpften Tiere von üblen Pferdekrankheiten verschont und erfreuen sich zu unserem Glück von meist bester Pferdegesundheit.

Wie läuft die Impfung für Dein Pferd genau ab?

Um Dein Pferdchen nun mit diesem Impfschutz zu stärken, benötigt es als erstes eine sogenannte Grundimmunisierung. Diese setzt sich je nach Hersteller aus etwa 3 Spritzen zusammen. Zwischen diesen liegen anfänglich Wochen, dann Monate. Zielgruppe sind Fohlen (ab einem halben Jahr) oder eben Pferde, die eventuell noch keinerlei Impfungen bekommen haben oder denen die Nachweise dafür fehlen. Ist die Grundimmunisierung vollbracht, erfolgt via größerem Intervall die Auffrischungsimpfung. Je nach Impfstoff gibt es da zeitliche Vorgaben. Wenn Du Turniere bestreiten möchtest, kann diese Zeitspanne variieren.

Nachgehakt: Bei Jungtieren sollten die 6 Monate Schonfrist oder etwas länger vor der ersten Grund-Impfung eingehalten werden. Durch die Milch der Mutter ist es gut mit "Virenschutz" versorgt. Außerdem könnte die Muttermilch in Kombi mit einer Impfung kontraproduktive Ergebnisse für den späteren Impfschutz erzielen.

Der Impftermin naht - was gilt es zu beachten?

Normalerweise untersucht Dein Tierarzt das Allgemeinbefinden bevor er das Pferd impfen wird. Eine gute Pferdegesundheit ist nämlich wichtig, denn die Impfspritze injiziert eine "minimale Erkrankung". Nur ein gesunder Organismus kann sich folglich dagegen wehren. Hat Dein Pferd aber bestimmte Pferdekrankheiten, ist ein Vorgespräch mit dem Tierarzt in jedem Fall vernünftig. Auch während des Fellwechsels sollte nicht geimpft werden. In dieser Übergangsphase ist das Tier bereits ausreichend mit seinem Körper beschäftigt und benötigt alle Reserven. Sein teilweise angeschlagener Stoffwechsel könnte sonst tatsächlich mit Nebenwirkungen reagieren. Ein ausreichender Abstand zur Impfung sollte zudem bei der Wurmkur gegeben sein.

Stress gilt es ebenso zu vermeiden. Zum einen schon vor dem Injektions-Termin, zum anderen danach. Transporte, Turniere oder Stallwechsel also bei der Planung sorgfältig mit einbeziehen. Nach dem Piks können außerdem leichte Erkrankungssymptome wie beispielsweise eine erhöhte Temperatur auftreten. Meist klärt der Tierarzt hierzu aber schon im Vorfeld auf. Du solltest Deinem Pferd daher nach der Impfung besondere Beachtung schenken und es in dieser Zeit schonend und nicht leistungsorientiert bewegen.

Die wichtigsten Impfungen kurz erläutert

Neben Tetanus beim Pferd ist auch Influenza beim Pferd heute als Impfung landläufig. Um diese Pferdekrankheiten im aktiven Reitsport auszuschließen, ist eine regelmäßige Wiederholungsimpfung Pflicht. Auch Herpes wird empfohlen, da das ansteckende Virus wohl bei ca. 60-80% aller Pferde schlummert und diese es somit dauerhaft weitergeben können.

Tetanus beim Pferd

Tetanus-Bakterien leben eigentlich bereits überall in der Umwelt. Im Kot, im Stall, auf der Wiese - eben meist bodennah. Über Wunden finden sie den Weg ins Tier. Dort vermehren sie sich, bilden ein Nervengift (Neurotoxin) und wandern durch Blut und Lymphe zu den Nervenzellen des Pferdes. Das Tier bekommt resultierend heftige Muskelkrämpfe, von denen es sich leider nicht wieder erholen kann. Die Impfung bietet einzigen Schutz.

Influenza beim Pferd

Hast Du ein Turnierpferd, weißt Du sicher, dass die Influenza-Impfung alle 6 Monate Pflichtprogramm ist. Diese Virus-Grippe kann die Atemwege des Pferdes befallen und schweren Husten, hohes Fieber, geschwollene Lymphknoten und Nasenausfluss auslösen. Weitergegeben wird sie via Tröpfchen-Infektion von Tier zu Tier. Wird das betroffene Pferd nicht behandelt, sind Lungen- oder Herzmuskelentzündung die fatalen Folgen.

Herpes beim Pferd

Bei dieser Virus-Form finden sich 2 Stämme. Jeder diese Virus-Stämme kann andere folgenschwere Erkrankungen auslösen, die die Pferdegesundheit stark beeinträchtigen. EHV 1 ist die weiter verbreitete Form, EHV 4 die andere. Variante 1 kann zum Verfohlen führen oder aber zu lebensschwachen Jungtieren. Weiterhin sind Nervenerkrankungen möglich mit Lähmung oder Koordinationsstörungen. Das EHV 4 Virus kann ebenso letzteres aufweisen, daneben aber auch für schwere Atemwegsinfektionen bei Jungtieren sorgen. Auslöser für Herpes beim Pferd kann Stress oder ein schwaches Immunsystem sein. Eine Herpesimpfung vermag die Erkrankung zwar nicht verhindern, mildert diese aber in jedem Fall ab und macht sie ungefährlicher.

Impfen - ja oder nein?

Mal von den Pflichtimpfungen für das Turnierpferd abgesehen, gibt es viele Besitzer, die in Pro oder Contra zu diesem Thema stehen. Letztlich ist aber jedoch entscheidend, was gut für das Tier ist. Im Grunde genommen will nämlich jeder sein Tier vor gefährlichen Pferdekrankheiten schützen, oder? Gut zu wissen ist, dass durch einen Antikörper-Test zum Beispiel die Notwendigkeit einer Tetanus-Impfung beurteilt werden kann. Das und weitere Fakten zum gesamten Impf-Bereich kann Dir der Veterinär Deines Vertrauens aber tatsächlich am besten erklären.

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