Aeim Betreten des Stalls kommt Dir sicher nicht selten ein wohlig angenehmer Geruch entgegen, der meist von glücklich schlabbernden Geräuschen begleitet wird. Die Rede ist von Mash in der Pferdefütterung, welches besonders zur kühleren Jahreszeit, zum Fellwechsel beim Pferd oder als vorbeugende Maßnahme vor Kolik und ebenfalls nach einer Kolik dem Pferd angeboten wird. Der gemeinschaftliche Wasserkocher kommt alsdann nicht mehr nur fürs gesellige Kaffee-Trinken zum Einsatz, sondern wird oft zur Vorbereitung für das "schmackhafte Süppchen" benötigt.

Wann Mash als Pferdefutter Sinn macht, wie oft sich ideal fürs Tier auswirkt und was es für Besonderheiten gibt, werden wir Dir natürlich gerne hier erläutern.

Was genau ist Mash überhaupt?

Das wohlriechende Zusatzfutter für das Pferd ist eigentlich kein modernes Produkt. Schon zu früheren Zeiten verfütterten alte Stallmeister und Reiter ihren Tieren den warmen Brei, um Gesundheit und Verdauung vom Pferd zum besten zu halten.

Damals mussten jedoch die noch wenigen Komponenten wie Kleie und Leinsamen für das Pferd einzeln besorgt werden. Im heutigen Reitsport bietet sich schon vorgefertigte Sackware an, die ganz easy mit warmen oder sogar kalten Wasser angerührt werden kann. Das vorherige Einweichen ist jedoch wichtig, da die Zusammensetzung stark aufquillt. Heute sind außerdem viele Zusätze beigefügt wie z. B. Bierhefe, Kräuter, Mineralien und Vitamine.

Mash für das Pferd ist also immer noch wie anno dazumal ein wertvoller, unterstützender Beitrag zur Verdauung vom Pferd, der aufgrund des guten Geschmacks auch von mäkeligen Pferden oder einem Kolik Pferd gerne angenommen wird.


Was macht Mash für das Pferd so besonders?

Zum einen ist es wie oben schon erwähnt die wertvolle Zusammensetzung. Kleie und Leinsamen im Pferd kleiden dank ihrer Schleimstoffe den Magen-Darm-Trakt aus und unterstützen wirksam und auf natürliche Art die Verdauung beim Pferd. Zum anderen ist es gerade für ältere Tiere oder kranke Tiere ein aufbauender Appetit-Anreger, welcher leicht zu kauen und beste verdauliche Eigenschaften besitzt.

Ein Medikament lässt sich darin übrigens gut "unterjubeln". Auch zum Fellwechsel vom Pferd ist dieses Zusatzfutter ein Gewinn, da es dem bereits angestrengt arbeitenden Organismus nötige Nährstoffe zuführt, die den Wechsel erleichtern und dem neuen Fell sichtbaren Glanz verleihen können. Der sogenannte "Superfood" punktet dabei mit essenziellen Aminosäuren und Omega-3-Fettsäuren, die eben gerade während dem beschwerlichen Fellwechsel vom Pferd eine tolle Hilfe sind. Für Pferde, die wenig trinken oder beim aktiven Reitsport stark ins Schwitzen kommen, kann Mash eine zusätzliche Flüssigkeits-Quelle sein.


Wie oft darfst Du Mash Zusatzfutter dem Pferd füttern?

Hier solltest Du die jeweiligen Hersteller-Angaben beachten. Generell ist 2-3x die Woche aber ein guter Richtwert. Vielleicht gibt Dir Dein Tierarzt aber auch eine Anleitung, wie Du z. B. nach einer Kolik das Pferd wieder mit Mash anfüttern kannst. Diese sollte dann unbedingt eingehalten werden, um der Verdauung des Tieres wieder auf die Sprünge zu helfen. Die Futtermenge ist meist gewichtstechnisch vorgegeben und sollte nicht überschritten werden.


Bitte beachten:

Aufgrund des hohen Phosphor-Gehalts im Mash (durch die Kleie) kann es zu einem Ungleichgewicht von Phosphor zu Calcium kommen. Das Zufüttern von Mineralfutter ist also weiterhin nötig, um schwindende Calcium oder Zink-Anteile zu ergänzen.


Die richtige Zubereitung von Mash für das Pferd

Wieder ist die Hersteller-Beschreibung auf der Verpackung sehr wichtig. Wird es nämlich mit zu wenig Wasser eingeweicht, kann es nicht vollständig aufquellen und schlimmstenfalls eine Schlundverstopfung oder Kolik verursachen. Meist ist ein 1:1 Verhältnis angegeben, jedoch ist etwas mehr Wasser nie verkehrt. Es sollte einfach ein schöner Brei entstehen. Ist dieser jedoch zu nass, könnte das Tier weniger kauen, schluckt lediglich und das Mash geht rasant durch den Magen-Darm-Trakt, was wiederum für Verdauungsprobleme sorgen kann.

Einige Mash-Sorten verlangen das Anrühren mit heißem Wasser, bei anderen reicht kaltes Wasser. Um die wertvollen Inhaltsstoffe zu bewahren, ist kaltes oder leicht erwärmtes Wasser natürlich besser. Die Ziehzeit verlängert sich dann eben um einige Minuten, was Du zugunsten der Nährstoffe aber in Kauf nehmen solltest.


Pferdefütterung mit Mash je nach Bedarf des Pferdes

Idealerweise ist Mash im Handel recht breitgefächert aufgestellt. So gibt es ganz spezielle Sorten, die auch für Pferde mit einer Stoffwechselerkrankung, mit vorliegenden Magenproblemen, für alte Tiere mit schlechter Zahn-Substanz oder für Getreide-Unverträgliche geeignet sind.

Selbst im Nährstoffwert der Produkte gibt es Unterschiede. Somit kannst Du für die Bedürfnisse Deines Pferdes wirklich das Passende finden. Im Zweifelsfall hol Dir einfach Rat bei Deinem Tierarzt/Futterberater.

Eine andere Möglichkeit, die Dir viel Kontrolle über die Zutaten des Produkts erlaubt, ist das Selbermachen. Hierbei kannst Du sowohl Inhaltsstoffe als auch Kosten selbst bestimmen. Es lassen sich beispielsweise gesunde Kräuter, nahrhafte Öle oder aromatisierende Frucht-Zusätze wie Äpfel, Rote Bete, Banane etc... beimischen und Du kannst sogar ganz auf Bio setzen, um Schadstoffe wie Pestizide zu vermeiden.

Vielleicht ist das folgende DIY-Rezept ja genau das Richtige für Dich? Wichtig ist noch, das Mash Pferdefutter immer frisch zuzubereiten und zeitnah zu füttern, damit gesundheitsschädigende Gärprozesse keine Chance haben.


Mash DIY-Rezept 

Zutaten:

- 300g Weizenkleie
- 100g Leinsamen
- 150g feine Haferflocken (alternativ Walzhafer)
- 1 EL Öl 

Zubereitung:

Die Leinsamen ca. 20 Minuten kochen. Gebe wenn der Leinsamen vollständig aufgekocht ist, die Haferflocken mit in den Topf und lasse diese kurz mit köcheln.

Jetzt fügst du die Weizenkleie mit bei. Achte immer darauf das genügend Flüssigkeit im Topf ist und schütte nach Bedarf kleine Wasserportionen nach (hier darfst du natürlich auch Tee nutzen). Nun fehlt nur noch der EL Öl. Rühre diesen einfach unter das fertige Mash.

Zutaten nach Bedarf und Geschmack:

Wer mag, verfeinert das Mash noch mit: 

- Honig
- Salz
- Kräutern wie z. B. Kamile, Brennnessel, Spitzwegerich o. ä.
- Obst

Das Mash schmeckt dem Pferd am besten lauwarm!

Wir wünschen euch ganz viel Freude beim Nachkochen. 

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